Neues Buch coming up!

Meine lieben Leser, 2016 ist angebrochen und eine neue Buchveröffentlichung steht für mich an! Im April erscheint “Kindheit im Schatten – Wenn Eltern krank sind und Kinder stark sein müssen” im Ch. Links Verlag, der auch schon das Buch zu diesem Blog, “Und wer küsst mich?”, herausgebracht hat. Wen das Thema interessiert, der kann auf meiner neuen Website schonmal die erste Neugier stillen:

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Danke, dass es euch gibt!
Maja

Welche Ratschläge möchten ABs zukünftigen Generationen geben?

DAS ist ja mal eine interessante Frage!

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung führt gerade eine Umfrage durch, bei der Menschen in Deutschland
befragt werden, welche Schlüsse sie aus ihren persönlichen Lebenserfahrungen ziehen und was sie an die folgenden Generationen “weitergeben” möchten. Dabei interessierem die Wissenschaftler vor allem die Empfehlungen von Menschen, die auf die eine oder andere Weise anders leben als der “Durchschnitt” der Bevölkerung, um ein wirklich rundes Bild zu bekommen. Zur Beantwortung der anonymen Onlinebefragung werden noch Absolute Beginners gesucht. In den Fragen geht es aber überhaupt nicht um das AB-Sein, sondern um allgemeine Einstellungen zum Leben. Wer Lust hat, kann sich die Studie hier ansehen:
https://www.infas-online.de/55045/m/wzb&ext1=3D4

Absoluter Beginner sein – wie fühlt sich das an?

Heute bekam ich folgende seriöse Medienanfrage von einer Redakteurin des Magazins “Emotion“. Wer also weiblich und unberührt ist und gerne anonym über sich erzählen möchte, meldet sich einfach direkt bei der Dame: 

Ein Absolute Beginner sein – wie fühlt sich das an? Dieser Frage möchte ich in einem Artikel für eine Frauenzeitschrift nachgehen und bin auf der Suche nach einer Frau über 30 Jahre, die noch Jungfrau ist und mit uns sprechen würde. Der Text wird eine Seite lang sein und soll in der Ich-Form geschrieben sein. Wer also gerne schreibt, kann den Text auch selber formulieren. Ansonsten können wir telefonieren oder ich schicke die Fragen per Mail. Namen und alles weitere können wir anonymisieren. Es geht vor allem um eure Innensicht: Beschäftigt es euch, noch Jungfrau zu sein oder denkt ihr da gar nicht so viel drüber nach? Vermisst ihr körperliche Nähe? Oder seid ihr glücklich, so wie ihr lebt? Geht ihr offen damit um, Jungfrau zu sein? Oder schämt ihr euch manchmal? In welchen Situationen? Wünscht ihr euch mehr Verständnis von euren Mitmenschen oder findet ihr das Thema Sex wird überbewertet?

Fragen und alles weitere gerne per Mail an: marie.sophie.krone@emotion.de

Sascha (28) Informatiker – Neue AB-Portraits, online only!

Heute geht es weiter mit meiner neuen Serie bisher unveröffentlichter AB-Protokolle. Nach der Geschichte von Lucy (26), Mitarbeiterin in einem Pharmazieunternehmen, folgt hier das zweite von zehn AB-Portraits, die ich für mein Buch “Und wer küsst mich“, zu dem dieser Blog gehört, aufgezeichnet hatte, die dann aber im Lektorat aus dem Manuskript herausgekürzt wurden.


Sascha, 28, Informatiker: „Ich betrachte meine Beziehungslosigkeit als Behinderung“

Ich mache mehrere Faktoren dafür verantwortlich, dass ich keine Partnerin finde, und es ist schwer zu definieren, inwiefern sie sich gegenseitig beeinflussen und wo mein Leiden angefangen hat. Der einzige Faktor, der von außen reinspielt, ist die Emanzipation. Ich bin kein Mann, der sagt: „Frauen gehören an den Herd!“ Aber es kann doch keiner leugnen, dass noch vor zehn oder zwanzig Jahren viele Paare zusammenfanden, weil Männer und Frauen nur ein einziges Bild von einer Beziehung vermittelt bekamen: Der Mann war der Versorger, die Frau kümmerte sich um Kinder und Haushalt. Die Emanzipation hat mit diesem Bild gebrochen, was gut ist, uns aber auch mit einigen inkonsequenten Folgeerscheinungen zurückgelassen hat. Einerseits denken Frauen jetzt, was völlig in Ordnung ist, an ihre eigenen Karrieren, sind nicht länger auf die Männer als Versorger angewiesen und gehen ihre eigenen Wege. Andererseits retten sie die Emanzipation aber nicht mit hinüber ins Beziehungsleben. Da kommt kaum eine Frau auf die Idee, mal den ersten Schritt zu wagen. Da suchen sie nach den alten Mustern einen dominanten Mann, der das schon alles in die Wege leitet. Erfahren soll er sein und auf gar keinen Fall Weiterlesen

Neue AB-Portraits – online only! Lucy (26), Mitarbeiterin in einem Pharmazieunternehmen

Als ich das Buch “Und wer küsst mich“, zu dem dieser Blog gehört, schrieb, habe ich insgesamt 20 Protokolle von Betroffenen aufgezeichnet. Meine liebe und sehr gute Lektorin Johanna Links vom Ch. Links Verlag meinte aber, das sei zuviel, das würde die Leser überfordern. Mit blutendem Herzen habe ich 10 Protokolle aussortiert und versucht, zumindest einige Zitate/O-Töne daraus zur Veranschaulichung in den Hintergrundkapiteln unterzubringen. Rückblickend muss ich sagen, dass Johanna Links Recht gehabt hat, es hat dem Buch gut getan, abgespeckt zu werden und mehr Gewicht auf die Hintergrundkapitel zu legen. Doch jetzt ist die Zeit gekommen, um auch die aussortierten Protokolle zu veröffentlichen. Heute geht es los mit:

Lucy (26), Mitarbeiterin in einem Pharmazieunternehmen: „Es ist wie die Sehnsucht nach dem Meer, wenn man in den Bergen wohnt und dort glücklich ist“

Gelitten habe ich unter meiner Situation noch nie, aber mit jedem Jahr, das ich älter werde, kann ich noch ein bisschen besser damit umgehen. Meine Situation, das heißt: Ich habe geküsst und Petting erlebt, aber ich bin noch Jungfrau. Ich bin mit Jungs gegangen, aber nie in einen von ihnen verliebt gewesen. Natürlich habe ich manchmal so meine Anwandlungen. Bin traurig, weil ich keinen Partner habe, mit dem ich mein Leben teilen kann. Torschlusspanik ist das richtige Wort. Und Angst ist das richtige Wort für das Gefühl, das mich erfüllt, wenn ich manchmal daran denke, dass ich im Alter vielleicht ganz allein sein werde. Aber jetzt ist es bequem, beziehungsfrei zu sein. Mein böser Geist grinst immer in sich hinein, wenn Freunde mir von den Desastern in ihren aktuellen oder vorherigen oder gewünschten oder was auch immer für Beziehungen erzählen. „Davor hast du deine Ruhe!“, gratuliert er mir dann.

Ich hätte auch gar nicht die Zeit für einen Partner neben meiner Arbeit, meiner Jazzdancegruppe und meinem Spanischkurs. Den Rest des Tages dann auch noch seinen Ansprüchen gerecht zu werden, dazu fehlt mir die Lust. Kann aber auch sein, dass ich mir das nur einrede. Vielleicht will ich mich dadurch unbewusst nur von der Enttäuschung darüber ablenken, dass Weiterlesen