Neue Studie zu männlichen Absolute Beginners erschienen

MABs

Druckfrisch liegt die Dissertation des Kommunikationswissenschaftlers Robin Sprenger vor: „Männliche Absolute Beginner – Ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Erklärung von Partnerlosigkeit“ (Springer Verlag, 2014, 49,99 Euro). Ein Interview mit Robin Sprenger und eine Buchverlosung bereite ich gerade vor. Ich wollte euch aber die Neuigkeit sofort mitteilen und darum hier erstmal das, was der Autor mir im Wissenschaftsdeutsch über seine Studie schrieb:

Im ersten Teil der Arbeit werden die gängigen Ansätze aus Soziologie, Psychologie und Evolutionspsychologie vorgestellt, mit denen (andauernde) Partnerlosigkeit erklärt werden kann.

Der zweite Teil der Arbeit besteht aus einer empirischen Untersuchung: Ausgangspunkt hierfür bildet eine psychologische Studie von Prof. Franz
Neyer (Universität Jena), der mit wechselnden Forschungskollegen feststellen konnte, dass es einen Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsprofilen und Partnerschaftserfahrungen gibt. So verfügen unerfahrene Männer und Frauen über ein hohes Neurotizismus-Level, ein geringes Level an Extraversion und ein niedriges Selbstwertgefühl. Partnerschaftlich erfahrene Personen verfügen hingegen spiegelbildlich über ein geringeres Neurotizismus-Level, sie sind extravertierter und verfügen zudem häufig über ein höheres Selbstwertgefühl.

Auf diesen Ergebnissen baut die kommunikationswissenschaftliche Untersuchung auf: Eingegrenzt auf die Untersuchungsgruppe der Männer untersucht sie experimentell, ob sich die von Neyer et al. nachgewiesenen Persönlichkeitsunterschiede nicht nur „auf dem Papier“, sondern auch kommunikativ nachweisen lassen. Mehr noch: Sie geht der Frage nach, ob diese kommunikativen Unterschiede zudem eine Relevanz für die Frage haben, wie attraktiv diese Männer von Frauen eingeschätzt werden.

Dazu wurden drei Experimentalgruppen (Absolute Beginners, Single-Männer und Männer in fester Partnerschaft) in eine alltagstypische Cafésituation gebracht, in der sie eine Frau zu einem gemeinsamen Abendessen einladen sollten. Die Anbahnungsversuche der Probanden wurden mit versteckten Kameras aufgezeichnet und zur späteren Auswertung einer Reihe von Frauen vorgelegt. Diese sollten bewerten, wie die Probanden „auf den ersten Blick“ wirken, was sie für kommunikative Verhaltensweisen zeigen und wie geschickt sie im Umgang mit der Frau agieren. Die Ergebnisse bestätigen weitgehend die Befunde von Neyer et al. und zeigen, dass insbesondere die Art und Weise, wie Absolute Beginner im sozioperzeptiven Kontakt mit potentiellen Partnerinnen (nonverbal und verbal) interagieren, einen entscheidenden Erklärungsbeitrag für ihre andauernde Partnerlosigkeit liefern kann.

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